DQUADRAT
Design

Warum Ihr Logo als Vektordatei vorliegen sollte

Ein JPG besteht aus Bildpunkten und wird beim Vergrößern unscharf. Eine Vektordatei besteht aus mathematisch beschriebenen Kurven und bleibt in jeder Größe gestochen scharf. Für Fahrzeugbeschriftung, Schilder und Leuchtbuchstaben ist das kein Komfort, sondern Voraussetzung.

Von Deniz Dikme, Inhaber DQuadrat Werbetechnik Göppingen. Veröffentlicht am 22. Juli 2026, Stand 23. Juli 2026, Lesezeit 4 Minuten.

Der technische Unterschied

Ein Pixelbild, also JPG, PNG oder GIF, ist ein Raster aus farbigen Punkten. Die Anzahl der Punkte ist beim Speichern festgelegt. Vergrößert man das Bild, werden die Punkte größer, nicht zahlreicher. Aus scharfen Kanten werden Treppenstufen.

Eine Vektordatei, also SVG, EPS, AI oder vektorbasiertes PDF, enthält keine Punkte, sondern Anweisungen: Kurven, Linien, Flächen, jeweils mit Koordinaten und Farbwerten. Beim Skalieren werden diese Anweisungen neu berechnet. Ein Logo, das für eine Visitenkarte gezeichnet wurde, lässt sich damit auf einen zwei Meter breiten Schriftzug ziehen, ohne einen einzigen Bildpunkt zu verlieren.

Warum Werbetechnik zwingend Vektoren braucht

Der Grund ist nicht nur die Schärfe. Unsere Maschinen brauchen Schnittpfade:

  • Der Schneideplotter fährt mit einem Messer eine Kontur entlang. Diese Kontur muss als Linie existieren. In einem JPG gibt es keine Linien, nur Farbwerte nebeneinander.
  • Die Fräse für Profilbuchstaben braucht denselben Pfad, um Zargen und Fronten auszuschneiden.
  • Der Laser arbeitet ebenfalls entlang von Vektorpfaden.

Ein Pixelbild kann man drucken. Schneiden, fräsen oder lasern kann man es nicht.

Die Formate

FormatTypEignung
SVGVektorsehr gut, offenes Format
EPSVektorsehr gut, Druckstandard
AIVektorsehr gut, Illustrator-Original
PDFbeides möglichgut, wenn Vektoren enthalten
PNGPixelnur für Web
JPGPixelnur für Web und Fotos
Vorsicht bei PDF Ein PDF kann Vektoren enthalten oder nur ein eingebettetes Foto. Wer ein JPG in ein PDF exportiert, hat weiterhin ein Pixelbild. Wir prüfen das vor der Produktion.

Wenn nur ein JPG vorhanden ist

Das ist häufig, besonders bei älteren Logos, deren Original beim damaligen Gestalter liegt oder verloren ist. Wir zeichnen das Logo dann nach, das nennt sich vektorisieren. Dabei wird jede Kontur manuell nachgebaut, Rundungen werden sauber gesetzt, Schriften werden identifiziert oder nachgezeichnet.

Das ist gute Handarbeit und braucht Zeit, deshalb verlängert es die Vorbereitung. Der Vorteil: Danach haben Sie das Logo dauerhaft in einer Form, die für jede künftige Anwendung taugt, vom Stempel bis zur Fassadenschrift. Sie bekommen die Dateien von uns.

Automatische Vektorisierung per Knopfdruck gibt es, liefert aber bei Logos meist unbrauchbare Ergebnisse: ausgefranste Kanten, hunderte überflüssige Ankerpunkte, verschobene Rundungen. Bei einem 30 Zentimeter großen Fassadenbuchstaben fällt jeder dieser Fehler auf.

Was Sie für die Zukunft tun sollten

  • Fordern Sie die Vektordateien an, wenn ein Gestalter ein Logo für Sie entwirft. Das sollte selbstverständlich sein, ist es aber nicht immer.
  • Sichern Sie die Originale an einem Ort, den Sie in fünf Jahren noch finden.
  • Lassen Sie sich eine einfarbige Variante geben. Für Gravur, Stickerei und einfarbige Folie brauchen Sie das Logo ohne Verläufe.
  • Klären Sie die Nutzungsrechte. Sie sollten das Logo uneingeschränkt verwenden dürfen.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob meine Datei ein Vektor ist?
Öffnen Sie das PDF und zoomen Sie stark hinein. Bleiben die Kanten scharf, sind es Vektoren. Werden sie unscharf oder pixelig, ist es ein Pixelbild. Bei SVG, EPS und AI können Sie von Vektoren ausgehen.
Kann man jedes Logo vektorisieren?
Praktisch ja. Aufwendig wird es bei Verläufen, Schatten und fotorealistischen Elementen, die sich nicht sinnvoll in Pfade übersetzen lassen. In solchen Fällen schlagen wir eine vereinfachte Variante für die Werbetechnik vor.
Bekomme ich die Dateien?
Ja. Wenn wir Ihr Logo vektorisieren, erhalten Sie die Dateien und können sie frei weiterverwenden.
Genügt ein Screenshot von meiner Website?
Für eine erste Einschätzung ja, für die Produktion nicht. Ein Screenshot hat meist sehr geringe Auflösung, wir müssten das Logo vollständig neu zeichnen.

Frage zu Ihrem Projekt?

Schicken Sie uns ein Foto und eine kurze Beschreibung. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung.

Preise auf Anfrage, Angebot kostenlos und unverbindlich, Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Über den Autor

Deniz Dikme ist Inhaber und Gründer von DQuadrat Werbetechnik in der Daimlerstraße 15A in Göppingen. Er gründete das Unternehmen im Dezember 2012 als Designagentur und baute es ab 2016 zum Werbetechnik-Fachbetrieb aus. Über 13 Jahre Erfahrung, über 300 realisierte Projekte. Entwurf, Produktion und Montage verantwortet er persönlich.

Mehr über DQuadrat Werbetechnik oder direkt +49 176 28777177