Leuchtkasten oder Profilbuchstaben: was passt wann
Profilbuchstaben wirken hochwertiger und lassen die Fassade sichtbar. Ein Leuchtkasten hat mehr Leuchtfläche, ist günstiger und lässt sich inhaltlich ändern, ohne die Konstruktion zu tauschen. Die Entscheidung hängt weniger vom Budget ab als von Fassade und Nutzung.
Zwei grundverschiedene Konzepte
Beim Leuchtkasten sitzt eine durchleuchtete Fläche in einem geschlossenen Gehäuse. Die Werbebotschaft entsteht durch Folierung oder Digitaldruck auf der Frontplatte. Der Kasten ist als Rechteck oder Sonderform sichtbar.
Bei Profilbuchstaben ist jeder Buchstabe ein eigenes Bauteil, direkt an der Wand befestigt. Zwischen den Buchstaben bleibt die Fassade sichtbar. Der Schriftzug scheint auf der Wand zu stehen.
Direktvergleich
| Kriterium | Leuchtkasten | Profilbuchstaben |
|---|---|---|
| Optische Wirkung | flächig, präsent | plastisch, hochwertig |
| Fassade sichtbar | nein, verdeckt | ja, zwischen den Buchstaben |
| Leuchtfläche | groß | auf die Buchstaben begrenzt |
| Fernwirkung bei Dunkelheit | sehr hoch | hoch |
| Inhalt änderbar | ja, Frontplatte tauschen | nein, neue Buchstaben nötig |
| Mehrere Zeilen und Zusätze | problemlos | aufwendiger |
| Montageaufwand | ein Bauteil | jeder Buchstabe einzeln, Schablone nötig |
| Wartung | Klappe oder Frontplatte öffnen | Zugang je Buchstabe |
| Kosten | meist günstiger | meist höher |
| Denkmalschutz | oft abgelehnt | eher genehmigungsfähig |
Wann welche Lösung
Der Leuchtkasten ist sinnvoll bei
- wechselnden Inhalten, etwa Praxisgemeinschaften oder Mieterwechsel
- mehreren Zeilen mit Zusatzinformationen wie Öffnungszeiten
- Standorten, an denen maximale Leuchtfläche gefragt ist, etwa an Ausfallstraßen
- unruhigen oder unebenen Fassaden, die kein sauberes Schriftbild zulassen
- engem Budget bei großer gewünschter Wirkung
Profilbuchstaben sind sinnvoll bei
- hochwertigen Fassaden, die sichtbar bleiben sollen
- Marken, bei denen die Schrift selbst das Erkennungsmerkmal ist
- denkmalgeschützten Gebäuden, wo Einzelbuchstaben häufiger genehmigt werden
- Innenstädten mit Gestaltungssatzung
- langfristig stabilen Firmennamen
Sonderform Ausleger
Der Ausleger, auch Nasenschild genannt, steht senkrecht zur Fassade und ist deshalb aus Laufrichtung sichtbar, nicht erst wenn man davorsteht. In Fußgängerzonen und engen Gassen ist er oft wirksamer als jede Fläche an der Wand. Da er in den öffentlichen Raum ragt, ist meist eine Sondernutzungserlaubnis nötig.
Was bei beiden gleich wichtig ist
- Untergrund prüfen. Wärmedämmverbundsysteme brauchen spezielle Dübel und Abstandshalter.
- Stromzuführung planen. Wo sitzt das Netzteil, wie kommt die Leitung dorthin, ohne die Fassade zu öffnen.
- Blickachse prüfen. Aus welcher Richtung kommen Kunden, was verdeckt Bäume oder Nachbargebäude.
- Steuerung. Dämmerungssensor und Zeitschaltuhr sparen Strom und beugen Auflagen vor.
Häufige Fragen
Was ist günstiger?
Kann ich einen Leuchtkasten später inhaltlich ändern?
Welche Lösung hält länger?
Was wird bei denkmalgeschützten Fassaden eher genehmigt?
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Über den Autor
Deniz Dikme ist Inhaber und Gründer von DQuadrat Werbetechnik in der Daimlerstraße 15A in Göppingen. Er gründete das Unternehmen im Dezember 2012 als Designagentur und baute es ab 2016 zum Werbetechnik-Fachbetrieb aus. Über 13 Jahre Erfahrung, über 300 realisierte Projekte. Entwurf, Produktion und Montage verantwortet er persönlich.
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