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Design

Warum Ihr Logo als Vektordatei vorliegen sollte

Ein JPG besteht aus Bildpunkten und wird beim Vergrößern unscharf. Eine Vektordatei besteht aus mathematisch beschriebenen Kurven und bleibt in jeder Größe gestochen scharf. Für Fahrzeugbeschriftung, Schilder und Leuchtbuchstaben ist das kein Komfort, sondern Voraussetzung.

Von Deniz Dikme, Inhaber DQuadrat Werbetechnik Göppingen · Stand 22. Juli 2026 · Lesezeit 4 Minuten

Der technische Unterschied

Ein Pixelbild, also JPG, PNG oder GIF, ist ein Raster aus farbigen Punkten. Die Anzahl der Punkte ist beim Speichern festgelegt. Vergrößert man das Bild, werden die Punkte größer, nicht zahlreicher. Aus scharfen Kanten werden Treppenstufen.

Eine Vektordatei, also SVG, EPS, AI oder vektorbasiertes PDF, enthält keine Punkte, sondern Anweisungen: Kurven, Linien, Flächen, jeweils mit Koordinaten und Farbwerten. Beim Skalieren werden diese Anweisungen neu berechnet. Ein Logo, das für eine Visitenkarte gezeichnet wurde, lässt sich damit auf einen zwei Meter breiten Schriftzug ziehen, ohne einen einzigen Bildpunkt zu verlieren.

Warum Werbetechnik zwingend Vektoren braucht

Der Grund ist nicht nur die Schärfe. Unsere Maschinen brauchen Schnittpfade:

Ein Pixelbild kann man drucken. Schneiden, fräsen oder lasern kann man es nicht.

Die Formate

FormatTypEignung
SVGVektorsehr gut, offenes Format
EPSVektorsehr gut, Druckstandard
AIVektorsehr gut, Illustrator-Original
PDFbeides möglichgut, wenn Vektoren enthalten
PNGPixelnur für Web
JPGPixelnur für Web und Fotos
Vorsicht bei PDF Ein PDF kann Vektoren enthalten oder nur ein eingebettetes Foto. Wer ein JPG in ein PDF exportiert, hat weiterhin ein Pixelbild. Wir prüfen das vor der Produktion.

Wenn nur ein JPG vorhanden ist

Das ist häufig, besonders bei älteren Logos, deren Original beim damaligen Gestalter liegt oder verloren ist. Wir zeichnen das Logo dann nach, das nennt sich vektorisieren. Dabei wird jede Kontur manuell nachgebaut, Rundungen werden sauber gesetzt, Schriften werden identifiziert oder nachgezeichnet.

Das ist gute Handarbeit und braucht Zeit, deshalb verlängert es die Vorbereitung. Der Vorteil: Danach haben Sie das Logo dauerhaft in einer Form, die für jede künftige Anwendung taugt, vom Stempel bis zur Fassadenschrift. Sie bekommen die Dateien von uns.

Automatische Vektorisierung per Knopfdruck gibt es, liefert aber bei Logos meist unbrauchbare Ergebnisse: ausgefranste Kanten, hunderte überflüssige Ankerpunkte, verschobene Rundungen. Bei einem 30 Zentimeter großen Fassadenbuchstaben fällt jeder dieser Fehler auf.

Was Sie für die Zukunft tun sollten

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob meine Datei ein Vektor ist?
Öffnen Sie das PDF und zoomen Sie stark hinein. Bleiben die Kanten scharf, sind es Vektoren. Werden sie unscharf oder pixelig, ist es ein Pixelbild. Bei SVG, EPS und AI können Sie von Vektoren ausgehen.
Kann man jedes Logo vektorisieren?
Praktisch ja. Aufwendig wird es bei Verläufen, Schatten und fotorealistischen Elementen, die sich nicht sinnvoll in Pfade übersetzen lassen. In solchen Fällen schlagen wir eine vereinfachte Variante für die Werbetechnik vor.
Bekomme ich die Dateien?
Ja. Wenn wir Ihr Logo vektorisieren, erhalten Sie die Dateien und können sie frei weiterverwenden.
Genügt ein Screenshot von meiner Website?
Für eine erste Einschätzung ja, für die Produktion nicht. Ein Screenshot hat meist sehr geringe Auflösung, wir müssten das Logo vollständig neu zeichnen.

Logo prüfen lassen?

Schicken Sie uns Ihre Datei. Wir sagen Ihnen kostenlos, ob sie für Ihr Vorhaben taugt oder nachgezeichnet werden muss.